Das bemerkenswerte Verhalten der Vögel
- Von Vikram Nanjappa

Um anderes über Vögel und deren Beobachtungen zu schreiben, wäre es interessant, die bemerkenswerten Gewohnheiten von ein paar Vögeln in der Region Kabini’s zu erwähnen.

Die ersten von ihnen sind die Hornvögel. In Kabini findet man drei Arten der Hornvögel, den Malabar Hornvogel, den Malabartoko und den Keilschwanztoko. Alle drei Arten teilen eine außergewöhnliche Eigenschaft.

Sobald die Balz beendet ist und die Vögel sich für die Fortpflanzung zusammenfinden, sucht der weibliche Hornvogel ein Loch zum Nisten in einem Baum und versiegelt das Eingangsloch. Das Weibchen nutzt dafür Kot vermischt mit Schlamm, der normalerweise vom männlichen Hornvogel gebracht wird, und benutzt die flache Seite ihres Schnabels als Maurer-Kelle. Sie passt darauf auf, einen kleinen Spalt in der Versiegelung zu lassen, so dass ihr das Männchen Nahrung bringen kann. Der ganze Vorgang dauert ca. zwei bis drei Tage. Dadurch wird die gebaute Wand fest und stark genug, um das Weibchen und die Brut vor Feinden zu schützen. Das Weibchen bleibt im Baumloch, bis die Küken ausgebrütet und ca. zwei Wochen alt sind. In der Regel gibt es zwei bis drei Küken. Nach diesen ca. zwei Wochen, befreit sich das Weibchen selbst aus dem Baumloch und baut sofort eine neue Wand in den Eingang. Die Küken bleiben solange im Baumloch, bis sie alt genug sind, um für sich selbst sorgen zu können.

Der männliche Hornvogel, der als Versorger fungiert, ist nach der Aufzucht der Brut oft bis auf die Knochen abgemagert. Auf der anderen Seite nimmt das Weibchen erheblich an Gewicht zu und wird recht schwerfällig. Nachdem sie sich aus dem Baumloch befreit hat, hilft sie dem Männchen bei der Nahrungssuche und Fütterung der Küken, bis diese alt genug sind, für sich alleine zu sorgen. Dies ist ein allgemeines Muster für diese Vögel, doch gibt es auch zwischen den anderen Arten
der Hornvögel ein paar Unterschiede.

Unter den Laufhühnchen ist die Rolle der Geschlechter vertauscht. Das Weibchen ist größer und heller gefärbt und übernimmt die Initiative bei der Balz. Wütend kämpft sie sogar gegen ihre Rivalinnen, um ihren Partner zu beschützen. Sobald die Zusammenkunft gesichert ist und die Eier gelegt sind, verlässt sie ihren Partner und macht sich auf die Suche nach einem neuen Partner. Das Männchen bleibt mit dem Gelege zurück. Es brütet die Küken aus und kümmert sich fürsorglich um diese, bis sie ausgewachsen sind. Auf diese Weise legt das Weibchen mehrere Gelege von Eiern in einer einzigen Saison. Die Blatthühnchen sind eine andere Art unserer Einwohner, die diesen polyandrischen Einwohnern sehr ähnlich sind.

Der Baya Weber ist ein Polygamist, der eine einzigartige Methode entwickelt hat. Das Männchen kommt in der Regel vor dem Weibchen, zusammen mit anderen männlichen Baya Webern, an den Brutplatz und baut ein glockenartiges Nest. Diese Nester liegen nahe beieinander und die gesamte Kolonie mutet wie ein Bienenstock an, mit emsiger Bautätigkeit und zahlreichen Streitereien. Wenn die Weibchen ankommen, untersuchen sie sämtliche Nester und wählen das aus, was ihnen am meisten zusagt. Sobald die Zusammenkunft gesichert ist und die Eier gelegt sind, verlassen die Männchen ihre Partnerin und beginnen mit einem neuen Nestbau. Auf diese Weise erwirbt der männliche Baya Weber drei bis vier Weibchen.

Eine große Zahl von Kuckucken werden parasitäre Kuckucks genannt, da sie nicht ihre eigenen Nester bauen, sondern ihre Eier in die Nester anderer Vögel legen und somit ihre elterlichen Pflichten an ein anderes Vogelpaar abgeben. Die beiden gemeinen parasitären Kuckucke in der Kabini-Region sind der Wechselkuckuck oder auch Brain Fever Bird und der indische Koel.
Der Wechselkuckuck bevorzugt die Nester der Schwätzer, während der Koel die Nester der Krähen nutzt. Die Eier der parasitären Kuckucke haben eine auffallende Ähnlichkeit mit den Eiern der Wirtseltern, so dass die Wirtseltern die fremden Eier nicht erkennen und ablehnen können.
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