Elefanten Versammlung in Kabini
Der Elefant (elephas maximus) ist das größte Landsäugetier und gehört in der Zoologie zu den Proboscidea (was bedeutet: Tier mit Rüssel).
Es gibt zwei existierende Elefantenarten – der asiatische Elefant und der afrikanische Elefant.
Der kleinere von diesen beiden Arten ist der asiatische Elefant. Er hat ein Gewicht von 3000 bis 5000 Kilogramm und ist vor allem in Indien und ganz Südostasien zu finden. Einst wanderten die Elefanten von Südostasien bis in die afrikanischen Weiten. Heute ist man der Ansicht, dass die Zahl der toten Elefanten, verursacht durch Wilderei oder durch natürliche Ursachen, zusammen weit höher liegt als die der Fortpflanzung.
Der indische Subkontinent ist die Heimat der größten Population des asiatischen Elefanten. Sie sind im Dschungel der Western Ghats im Süden bis hinauf in die Ausläufer des Himalaja Gebirges im Norden zu finden.
Die „Nilgiri-Biosphäre” erstreckt sich über drei Staaten und gliedert sich in 4 Naturschutzgebiete, Nagarahole und Waynad im Westen und Bandipur und Mudumalai im Osten, auf. Diese Gebiete gehören zu den besten Zielen der Welt, um die grauen Riesen zu sehen.
Der Fluss Kabini liegt am südlichen Rand des Nagarahole Nationalparks und grenzt mit seinen Ufern an den Bandipur Nationalpark. An diesen Ufern kann man im Spätsommer Zeuge des alljährlichen Spektakels der Elefantenwanderungen von Bandipur in den Nagarahole Nationalpark werden. Zwischen den Monaten März, April und Anfang Mai wird man von der Pracht dieser Tiere und der ohnehin schon umwerfenden Schönheit der Flusslandschaft wie hypnotisiert. Die trockenen Laubwälder der Bandipur und Mudumalai Nationalparks bieten einen starken Kontrast zu dem üppigen, tropischen Dschungel der Nagarahole und Waynad Nationalparks. Dies erklärt die Wanderungen der Elefanten, da die Dschungel in den heißen Sommermonaten bessere Wasser- und Weidelandvorkommnisse bieten können.
Die Nilgiri-Biosphäre hält alle Wege zwischen den benachbarten Staaten für die Elefanten offen, so dass sie in der Hitze des Sommers zu den Staugewässern des Kabinis gelangen können. Gegen Ende Oktober ist das Kabini Reservoir, aufgrund der umliegenden landwirtschaftlich genutzten Gebiete, erschöpft und der Rückgang des Wassers schafft reichhaltige Wiesenlandschaften. Diese können dann in den Sommermonaten die riesige Anzahl von Elefanten ernähren. Elefanten beginnen Anfang März mit ihren Wanderungen in diese Biosphären-Gebiete. Während der fortschreitenden Sommermonate steigt die Hitze stetig an. Infolgedessen wandern Elefanten aus den verschiedensten Teilen der Biosphäre hinab in die Flusslandschaft des Kabinis. Deshalb können in dieser Zeit praktisch von überall her Elefantenherden beim Baden, Weiden, beim Überqueren von Flussläufen oder bei der Pflege von Jungtieren gesichtet werden.
Kabini ist eine seltene Ausnahme eines künstlich hergestellten Reservoirs, welches ein Gebiet von mehr als 25-30 Quadratkilometern überflutet und von dem sowohl Tier- als auch Pflanzenwelt profitiert.
Kabini, in der ganzen Welt für die größte Ansammlung des asiatischen Elefanten bekannt, ist der Ort, an dem man nicht darum kämpfen muss, einen Blick auf die „Haathi”/ „Aane”, wie die grauen Riesen von den Einheimischen genannt werden, zu werfen.
Oft kann man auf einen Blick eine große Anzahl von Elefanten sichten. Zwischen 3 – 4 Herden treffen sich oft an den Ufern des Kabinis, um dort an dem üppigen Gras ihren Hunger zu stillen. Unbeirrt der touristischen Aufmerksamkeit, lassen sich die Elefanten in ihrem Verhalten nicht stören und ermöglichen so lange Beobachtungsstunden für Einblicke in ihre Verhaltensweisen, in die Hierarchie und in die geteilte Verantwortung innerhalb der Herde.
Elefanten sind sehr gesellige Tiere und die Elefantenkälber haben eine sehr enge Bindung mit der gesamten Herde. Elefantenherden sind matriarchalische Familien. Geschlechtsreife Bullen wandern meist allein oder in kleinen Junggesellengruppen und mischen sich nur zur Paarung unter die Herde. Die Herde ist ein Familienbetrieb und wird von der Matriarchin, der Elefantenkuh, geführt. Neben der Elefantenmutter werden Kälber auch von anderen weiblichen Herdenmitgliedern großgezogen. Forschungen haben auch berichtet, dass es Fälle gibt, in denen Kälber von anderen Muttertieren mitgesäugt wurden. Im Alter von vier Jahren werden Kälber von der Muttermilch entwöhnt. Elefantenbullen bleiben solange bei der Herde, bis sie geschlechtsreif sind. Elefantenkühe bleiben ihr ganzes Leben in der Herde und müssen ihren Platz innerhalb der Herde behaupten. Elefanten werden im Alter von 11 – 20 Jahren geschlechtsreif. Geschlechtsreife Elefantenbullen werden von anderen Elefantenbullen aus der Herde getrieben, wenn diese zur Paarung eintreffen. Der Beschützerinstinkt für Kälber innerhalb der Herden ist groß. Menschliche Begegnungen mit Elefanten können tödlich enden, wenn ein gewisser Abstand nicht gewahrt wird.
Elefanten rotten sich bei dem kleinsten Anzeichen von Bedrängnis zusammen und verstecken ihre Kälber zwischen ihren Beinen, was die Gefahr birgt, dass die Kälber zwischen den Beinen zertrampelt werden können.
Es besteht auch die Meinung, dass Elefanten ein großes Erinnerungsvermögen haben. Als andere Bestätigung dafür kann diese ungewöhnliche Ansammlung von Elefanten als ein Ereignis eines sozialen Wiedersehens unter Freunden und Verwandten aus verschiedenen Herden der Nilgiri-Biosphäre angesehen werden.
Finden Sie einen Termin und werden Sie mit uns, Cicada-Kabini, Zeuge dieser einzigartigen Elefantenmigration. Finden Sie heraus, was diese Wanderungen wirklich bedeuten.
Ist das wirklich eine Wiedervereinigung von Familien, Freunden und Feinden der Elefantenwelt?
Erfahren Sie, wie verantwortungsbewusst Elefanten in ihren Herden agieren. Denken Sie über das Management unserer Tage nach und sehen Sie, wie die Matriarchin ihre Herde verwaltet. Geben Sie dieses Erbe der Nilgiri-Biosphäre an Ihre Kinder weiter, so dass das Wissen über dieses einzigartige Natur-Ereignis weiter wächst.
Man kann sicher sein, dass die Elefanten von Kabini für jeden etwas bieten können und man mit etwas Besonderem zurückkehrt.
 
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